BARF steht für biologisch artgerechte Rohfleisch – Fütterung. Der Hund ist ein Fleischfresser und würde in der freien Natur ganze Beutetiere mit allen Innereien verzehren. BARFen simuliert die artgerechte Ernährung, indem rohes Fleisch, Pansen, püriertes Gemüse und Öle verfüttert werden. Fleisch alleine reicht dem Hund aber nicht aus, um gesund und vital zu bleiben. Zusätzlich zum Fleisch braucht der Hund rohes Gemüse und Obst, das zur besseren Verdauung püriert werden sollte (Der Wolf ist ein Schlinger, er kaut seine Nahrung nicht, sondern nimmt Pflanzen hauptsächlich über den Verdauungstrakt seiner Beutetiere auf). Sowohl das Fleisch, als auch Gemüse und Obst sollten roh verfüttert werden, da durch Erhitzen ein Großteil der Vitamine verloren gehen.
Vorteile
- Kein Zahnstein
- Kein übler Hundegeruch
- Weniger Parasiten
- Starkes Immunsystem
- Wesentlich kleinere Kotmengen
- Starke Bänder und Sehnen
- Bessere Muskulatur
- Erleichterung bei arthritischen Erkrankungen
- Weniger Wachstumsprobleme
- Risiko von Magendrehung drastisch reduziert
- Schönes, gesundes, glänzendes Fell
- Günstig
Artikel vom 19. Juni 2011 in der Welt am Sonntag zum Thema "Fertigfutter - Deutsche servieren Haustieren den letzten Fraß" Hier ein paar Zitate für diejenigen, die nicht den gesamten Artikel lesen wollen: "Richtig bekömmlich und gesund scheine das jedoch nicht zu sein. „Immer mehr Vierbeiner leiden an Krankheiten, die es unter Tieren eigentlich nicht gibt: Diabetes, Allergien, Krebs.“ Dass mit den Umsatzzahlen der Futterindustrie die Krebsrate bei Hunden und Katzen massiv angestiegen ist, behaupten inzwischen viele Tierärzte." "„Steht Fleischmehl drauf, sind wenigstens Fleischabfälle drin. Steht Geflügelmehl drauf, sind gemahlene Krallen, Borsten, Schnäbel und Federn drin“. Um den Geschmack zu überdecken, würde dem Futter vor allem künstliche Geschmacksstoffe zugesetzt. „Die Tiere sind nicht dumm. Ohne Geschmackskorrekturen würden sie diesen Müll niemals anrühren.“ " "Trockenfutter besteht im Wesentlichen aus Tiermehl und Getreide. Das Gemisch wird bei Hitze und großem Druck in Form gepresst. „Die meisten Pellets sind mit Geschmacksverstärkern beschichtet“, heißt es in Hills Handbuch „Klinische Diätetik für Kleintiere“. Das Futter ist schwer verdaulich, obendrein quellen „die Extrudate sehr stark im Magen auf und sind Hauptverursacher der oft tödlichen Magendrehung des Hundes“, warnt Jutta Ziegler. " "Mit der großen Menge an pflanzlichem Eiweiß und Getreide im Industriemix ließe sich auch erklären, warum die Zahl nieren- und blasenkranker Katzen so stark zugenommen habe: „Für Katzen ist das ein Giftcocktail. Um bei Trockenfutternahrung ausreichend Flüssigkeit zu erhalten, müsste die Katze die dreifache Menge an Wasser trinken. Das tut sie aber nicht, denn sie ist ein Wüstentier.“ Nur mit Pellets gefütterte Hunde entwickelten obendrein einen empfindlichen Darm. " "Der Hamburger Tierarzt Dirk Schrader gibt den Tierhaltern statt Arzneien meist nur einen Ratschlag mit: „Futter selbst kochen.“ Auch Ziegler empfiehlt so viel Abwechslung wie möglich im Napf, gekochtes Gemüse, aber hin und wieder auch rohes Fleisch zu füttern und auch Knochen: „Die Tiere sind dann weniger verwurmt als die mit Industrienahrung gefütterten Artgenossen.“ Wer drei Mal in der Woche Hund oder Katze fleischige Knochen anbiete (für Katzen auch durch den Fleischwolf gedreht), der müsse sich auch um den Calcium-Phosphorhaushalt seines Tieres keine Sorgen machen. "
Allergien und ihre Auswirkungen
Immer häufiger haben Haustiere Allergien, die sich als Verdauungsstörung und Hautprobleme äußern. Ursachen können Düngemittel, Insektizide, synthetische Vitamine und Trockenfutter sein, was zu einer Überbelastung der Entgiftungsorgane Leber und Nieren führt. Der Körper nutzt in Fall einer die Haut und den Darm als sekundäre Entgiftungsorgane.
Um dies zu vermeiden sollte man folgendes beachten:
- keine synthetischen Vitamine, anorganisch gebundene Mineralien und Spurenelemente füttern
- naturnahe Futtermittel verwenden, die den Körper nicht belasten
- stabile Darmflora herstellen und erhalten
- Unterstützung von Leber und Milz bei der Entgiftung
Aus naturheilkundiger Sicht ist die Schuld beim extrudierten Futter (Trockenfutter) zu suchen. Es wird unter hohen Temperaturen und hohem Druck hergestellt, wodurch das Futter wie vorverdaut ist und alle natürlichen Vitamine und Mineralien zerstört werden. Diese werden dann nachträglich in künstlicher Form wieder zugeführt.
Der Verdauungsapparat der Hunde gewöhnt sich an dieses vorverdaute Futter und wird träge. Die Selbstreinigung des Darms durch strukturreiches Futter und Darmmotorik findet nicht mehr statt. So können sich zwischen den Darmzotten Schlackenstoffe anlagern, die „schlechten“ Bakterien und Würmern einen idealen Nährboden liefern.
Hat Ihr Hund also Verdauungsstörungen oder Hautprobleme, kann der Darm eine wichtige Rolle spielen. Daher sollte er gereinigt und die Darmflora wieder aufgebaut werden. Danach kann man auf BARFen umsteigen, um neuen Problemen vorzubeugen.
BARF im Fernsehen - Ein guter TV-Beitrag
am 19.04.09 wurde im Fernsehen ein redaktioneller Beitrag über das Barfen gesendet. Endlich einmal ein sehr positiver Film:
Wenn Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte an mich oder lesen Sie z.B. unter http://www.barf-fuer-hunde.de/ selbst nach, was Sie wissen wollen.
